Wirtschaftsmediation

Mediation senkt die Konfliktkosten im Unternehmen
Alternative Konfliktlösung erspart erhebliche innere und äußere Kosten
Die Bedeutung alternativer Konfliktlösungsverfahren nimmt in der Wirtschaft stark zu. Die Wirtschaftsmediation als Instrument zur Lösung von Konflikten zwischen Unternehmen und/oder anderen Geschäftspartnern berücksichtigt die wirtschaftlichen und unternehmerischen Interessen und Zielsetzungen der Beteiligten. Konflikte zwischen Geschäftspartnern können durch eine Mediation ohne Prozessrisiko in vertraulichem Rahmen beigelegt werden. Die Geschäftsbeziehung wird dadurch nicht weiter beschädigt, sondern sie verbessert sich in vielen Fällen.

Vorteile einer Wirtschaftsmediation

(zusätzlich zu den allgemeinen Vorteilen einer Mediation)

  • schnell und unbürokratisch (im Vergleich zu einem Gerichtsverfahren)
  • kostengünstiger als eine gerichtliche Streitentscheidung, insbesondere wenn diese durch
    mehrere Instanzen geht
  • geringes Kosten- und Zeitrisiko, oftmals führt bereits die erste Mediationssitzung zum Erfolg
  • spart langjährige Rückstellungen hinsichtlich der streitigen Ansprüche
  • schont langjährige Geschäftsbeziehungen, in der Regel wird die gemeinsame Zusammenarbeit gefestigt
  • vertraulicher Rahmen, die Klärung der strittigen Punkte findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, so dass eine negative Publicity mit all ihren Folgen vermieden wird

Besonderheiten einer Wirtschaftsmediation

Bei einer Wirtschaftsmediation gilt es einige Besonderheiten zu beachten:

Umgang mit Rechtsfragen
Die rechtliche Auslegung von Verträgen ist in Wirtschaftskonflikten in der Regel von erheblicher Relevanz. Die Auslegungen sind jedoch häufig nicht eindeutig beweisbar oder nur unter Einsatz eines hohen Zeit- und Geldaufwands realisierbar, wobei das Ergebnis trotzdem unsicher ist.

Zeitliche Konzentration
Sinnvoll ist es, die Mediation zeitlich sehr konzentriert durchzuführen. Hierzu sind eine gute Vorbereitung und der Versuch, nach Möglichkeit schon in einer einzigen gemeinsamen Mediationssitzung zu einer Lösung zu kommen, notwendig. Die Mediation kann je nach Wunsch der Beteiligten auch an einem Wochenende durchgeführt werden.

Kosten-Nutzen-Erwägungen
Die entscheidende Frage ist grundsätzlich: „Lohnt sich ein langer, unsicherer und teurer Rechtsstreit um Alles-oder Nichts oder ist eine rasche, kostengünstige Verständigung vorzuziehen?“ Diese Überlegungen sind umso wichtiger, da am Ende eines langen Rechtsstreits oft auch nur ein mühsamer, halb erzwungener Vergleich steht. Eine rasche Einigung schon zu Beginn der Auseinandersetzung kann dem vorzuziehen sein.
Zielführend verhandeln
Eine wichtige Rolle spielt in der Wirtschaftsmediation das Verhandeln. In der Einigungsphase der Wirtschaftsmediation geht es häufig um Verteilungsfragen: Wer bekommt im Ergebnis
wieviel? Wer gibt wieviel nach? Der Mediator unterstützt die Medianten in der Verhandlungsphase mit rationalen und kooperativen Lösungsansätzen, um das meist unproduktive sogenannte „Basarverhandeln“ zu verhindern.